Montag, 29. November 2010

Exite

Der Kopf schmerzt. Man möchte nicht mehr, es kommt einen vor als würde man jeden Moment zusammenbrechen. Doch schiebt man all diese Gefühle zurück. Spielt für die Anderen glücklich...Doch kaum ist man allein, kommt alles mit voller Wucht auf euch zurück. Ihr fragt euch warum ihr das macht. Wie soll es weiter gehen? Lohnt es sich weiter zu kämpfen? Und plötzlich sind all eure Misserfolge vor euren Auge. All das was ihr verdrängt hab, alles stürzt auf euch ein. Vielleicht ist es nicht nur euer Misserfolg, nicht nur eure schlechten Erinnerungen.. vielleicht sind es auch Erinnerungen euch geliebter Personen die ihr nicht verhindern könnt. Für die ihr euch die Schuld gebt. Was kann man dagegen tun? Ihr sucht etwas, alles mögliche. Ihr wollt nur dieses Gefühl los werden! Mit Freunden könnt ihr nicht über alles sprechen. Ihr habt angst das sie euch wie ihr selbst euch dafür verachten. Sport soll helfen. Also was tut ihr, ihr treibt Sport. Doch das Gefühl will nicht verschwinden. Ihr schreibt eure Gefühle auf, doch auch dies hilft nicht. Verzweifelt sehnt ihr euch nach jemanden den ihr vertrauen könnt. Jemanden der euch einfach in Arm nimmt, euch sanft streichelt. Jemand der es schafft das ihr euch so geborgen fühlt das die Tränen einfach frei nach Außen dringen. Doch vertrauen ist etwas wo lange dauert, so zu vertrauen macht verletzlich. Könnt ihr das zulassen? Ihr habt doch jetzt schon Schmerzen? Warum zulassen das jemand kommen kann und euch noch mehr zufügen kann? Verzweifelt über diesen Teufelskreis legt ihr euch in eurer Bett. Schnappt euch euren teuersten Freund. Ein Plüschtier das euch nie schmerzen zufügen kann, jemand der immer für euch da ist. Es hört euch zu und ihr könnt ihn so fest drücken wie ihr wollt. Doch ist es nur ein kleiner Trost. Zusammen gerollt - das Kuscheltier an euch drücken – wartet ihr auf die Erlösung. Auf die Erlösung die nur zu kurz andauert und so lange auf sich warten lässt. Doch schließlich kommt sie und übermannt euch. Der süße kurze hoffentlich Traumloseschlaf. Die einzige Erlösung die euch im Moment retten kann. Bis ihr euch selbst retten könnt. Bis ihr Nähe zulassen könnt. Bis ihr vertrauen könnt. Bis ihr endlich glücklich sein könnt...






laufe an einen Baum nach dem andern vorbei
suche nach den Weg hinaus
doch sehe ich den Ausgang nicht
laufe durch den Wald
laufe immer wieder den Licht entgegen
doch es ändert sich immer mehr
suche den Ausgang doch es gibt keinen

sehe kaum etwas der Wald ist zu dicht
überall sehe ich nur Blätter und Stämme
doch fallen die Blätter langsam zu Boden
ich sehe nur noch Blätter vor meinen Gesicht
renne immer schneller

laufe an einen Baum nach den anderen vorbei
suche nach den Weg hinaus
doch sehe ich den Ausgang nicht
laufe durch den Wald
laufe immer wieder den Licht entgegen
doch es ändert sich immer mehr
suche den Ausgang doch es gibt keinen


endlich bin ich dem Ausgang so nah
doch verschwindet er wieder kurz bevor ich bei ihm bin
warum kann ich ihn nicht erreichen?
meine Kraft verlässt mich und ich stürzte
kann mich nicht mehr regen
will einfach nur fort
ich suche den Ausgang den es nicht gibt




Gehe Schritt für Schritt, hinterlasse Spuren. Die kleinen reflektierenden Lichter fallen auf mich. So sanft, zärtlich und vergänglich. Wo ich auch hinsehe überall sind sie, kann nicht fliehen. Doch warum auch? Ich strecke meine Hand nach ihnen aus, möchte sie berühren. Kaum halte ich sie in der Hand sind sie schon vergangen. Ob ich auch so schnell vergehe?

Ich gehe Schritt für Schritt, hinterlasse meinen Spuren.
Um mich sehe ich nur blendendes Licht. Es strahlt, auch in anderen Farben. Wie lang wird es auf Erden weilen? Wie lange werde ich es betrachten können?

Ich gehe Schritt für Schritt und hinterlasse meinen Spuren.
Spüre ich die Kälte die mich umgibt? Ich kann es nicht sagen. Beobachte wie der Wind die Lichter zum tanzen bringt. So elegant, so frei und so wild. Ob ich mit ihnen tanzen kann?

Ich gehe Schritt für Schritt und hinterlasse dabei meine Spuren.
Das Licht fällt und doch lebt es. Es überlebt. Erst nur ein kleines Licht und dann eine einzige strahlende Ebne. Es überlebt, obwohl es fällt. Ob ich diesen Fall auch überlebe?

Ich gehe Schritt für Schritt und hinterlasse dabei meine Spuren.
Die Lichter tanzen um mich herum. Lachend tanze ich mit ihnen, betrachte sie, falle mit ihnen. Ich hab meine Spuren hinterlassen, werde vergehen und meine Spuren werden vom Licht überdeckt.