Dienstag, 15. November 2011

Grau

Wen ich gehe und wen ich komme, ist es dunkel.
Im Moment ist für mich alles Grau, ich eile durch den Alltag – mit der Angst die Probezeit nicht zu bestehen. Durch meine Passivität in der Schule, hängen meine Noten im Keller – natürlich nicht in jeden Fach – aber in den wichtigsten. Am liebsten würde ich schlafen, nicht um mich herum wahrnehmen. Die Müdigkeit prägt im Moment meinen Tag. Wen ich nicht arbeite oder in der Schule bin, schlafe ich. Im Schlaf ist die Angst so fern, im Schlaf denke ich nicht nach. Doch kann ich mein Leben nicht verschlafen, ich muss aufstehen. Ab jetzt muss ich zeigen das ich es kann, das ich es möchte. Aber das heißt alles auf arbeiten, alles neu ordnen. Ich muss mir einen Plan zurecht legen, einen Plan der mir die Zeit zum grübeln nimmt. Ich muss Struktur in mein Leben bringen, muss mich an den Gedanken mehr zu lernen gewöhnen. Denn nun rieseln die guten Noten nicht mehr auf mich durch nichts tun herab. Nun heißt es den Kopf trainieren, das Buch zur Seite legen und die Unterlagen in die Hand. Ich muss den Wind verursachen der die Veränderungen bringt. Ich muss dieser Wind sein! Eine Erkenntnis die ich schon lange kenne, die ich aber immer in den Hintergrund geschoben habe. Erkennen ist nur der erste Schritt, das bewusste ändern und annehmen ist das wichtigste. Doch einige wenige Dinge erhellen im Moment meinen Alltag. Kyle mein verrückter Kater, der gerade mit mir am Laptop tippt. Natürlich auch auf all die Besuche die sich bis jetzt angekündigt haben. Aber auch jedes Gespräch mit eben diesen Menschen, die ich gern habe. Es heißt jetzt für mich immer einen Schritt nach dem anderen. Das Ziel werde ich irgendwann schon sehen.
Bald wir der Tag kommen an dem die Sonne für mich aufgehen wird.

Dienstag, 8. November 2011

Geben und Nehmen

Vertrauen, es ist etwas Kostbares das viele Menschen leichtfertig her geben. Vertrauen kann Glück und Unglück hervorrufen. Ab wann vertraut man? Das ist eine Frage die ich mir immer wieder stelle. Bzw. welche Grade des Vertrauens gibt es? Ich bin mittlerweile ein sehr misstrauischer Mensch. Ich erzähle nicht jeden meine Geheimnisse und Probleme, aber dennoch verleihe leichtfertig Geld und Gegenstände. Dieses Vertrauen das ich oft Sachen Verleihe wurde oft missbraucht, aber dennoch kann ich in diesen Punkt noch vertrauen. Jedoch kaum geht es um mein Gefühlsleben, Probleme, Gefühle die ausbrechen wollen – teile ich sie mit keinen. Aus Angst das jemand meine Schwäche ausnutzt. Selten erzähle ich überhaupt, das es mir nur annähernd schlecht geht, den das würde nur Fragen aufwerfen. Früher haben viele Menschen die ich „in mein Herz gelassen habe“, ein Souvenir mit genommen, wie ich es gerne ausdrücke. Hier jedoch hab ich anscheinend gelernt. Doch warum hier und warum nicht bei den verliehenen Gegenständen? Lernen wie – wen es nach meinen Beispiel geht – schneller wen wir psychische Enttäuschungen erleben? Nun ich denke es hängt auch von dem Gegenstand ab. Wen ich mir vorstelle, jemand würde meinen Teddybären für immer behalten... ich denke das würde mehr als böses Blut geben. Aber gleichzeitig denke ich mir verleiht man solche Gegenstände nicht. (Teddy ist natürlich nicht nur ein Gegenstand v.v) Für mich ist es ein verwirrendes Thema, den Vertrauen ist etwas das ich mir wünsche – aber gleichzeitig zu sehr fürchte um es zu verwirklichen. Ich wünsche es keinen und gleichzeitig wünsche ich niemanden das er leichtfertig Vertraut. Vertrauen etwas was ich wohl nie verstehen werde.
Das naive Vertrauen eines Kindes (in der nähe von Regensburg)

Montag, 7. November 2011

Wen das Denken eine Qual ist...


Jeden Tag kommen mir immer wieder dieselben Gedanken. „Während du deine Zeit vertrödelst, wird in Afrika eine oder mehrere Frauen bzw. Kinder vergewaltigt und das oft nicht zum ersten Mal. ´´ „Du sitzt hier und summst ein Lied und irgendwo wird eine Frau oder ein Kind aus keinen ersichtlichen Grund geschlagen und Missbraucht.´´ „Und genau in diesen Moment wird einer Seerobbe bei  vollen Bewusstsein das Fell abgezogen, während du aus den Fenster schaust!“  „Du sitzt hier und irgendwo ist ein Mann der sich und seinen Körper verkauft, nur damit seine Familie mit dem verdienten Geld überleben kann.´´

„Bianca du kannst nicht die Welt retten, du kannst nur versuchen sie zu verändern.´´ „Bianca du kannst nicht jeden helfen,  es gibt auch andere Menschen außer dir die das tun können!“
Das sind Aussagen einer Sozialpädagogin  mit der ich ein längeres Gespräch über dieses Thema geführt habe.

Natürlich kann ich nicht die Welt retten, sie nicht auf einen Schlag verändern – aber ich kann es versuchen!
Ja, es gibt andere Menschen die helfen können, doch wie viele haben die Zeit und die Kraft es zu versuchen? Wie viele haben den Willen etwas zu tun?
Es gibt viele die helfen, doch sind es so wenig im Gegensatz zu den denen die nicht helfen.
Es gibt doch so viele Möglichkeiten zu helfen und wen man einen Kind mit Immigrationshintergrund nach der Schule bei der Deutschhausaufgabe hilft ist das schon eine große Hilfe, besonders für das Kind!  
Ich versuche immer wieder zu helfen,  doch im Moment komme ich einfach nicht voran.
Ich versuche Freunden zu helfen, spende immer wieder Geld an einer Organisation der ich vertraue und versuche immer wieder auf Probleme aufmerksam zu machen. Doch was ist das schon? Nichts, am liebsten würde ich den Globus bereisen und überall wo man mich im Moment am dringendsten  braucht helfen.

Doch ich muss mich um meine Zukunft kümmern, klingt das nur in meinen Ohren egoistisch oder ist es das einfach so?
Seit meiner Kindheit  versuche ich zu helfen wo ich kann, doch es ist nie genug. Immer wieder kommt mir der Gedanke wie egoistisch ich doch bin.  Statt mir einen Laptop zu kaufen, hätte ich das Geld spenden können.  Es gab so viele andere Möglichkeiten in denen ich zum wohl andere hätte handeln können und es nicht getan habe.
Ich schätze ich werde mein Leben lang mit diesen schlechten Gewissen leben müssen und mit dem Gedanken, das ich zu wenig tue.

Melancholie du scheinst nie von meiner Seite zu weichen. 




Abends fotografiert
in der nähe von Regensburg