Sonntag, 19. Dezember 2010

Schicksalsschläge III

Schicksalsschläge III


Ihr seit 9 Jahre alt, eure Eltern geschieden. Euren Bruder – er ist 14 Jahre alt - seht ihr nur jedes zweite Wochenende und ihr liebt ihn mehr als euch selbst. Er nutzt euch aus, bestiehlt euch, doch macht es euch nicht aus. Er ist eurer Bruder, das ist normal. Ihr lasst euch weiter rumschupsen, last euch vor seinen Freuden demütigen – erlangt aber auch einen gewissen Respekt von ihnen (was wohl daran lag das ihr gerne diskutiert und Argumente bringt an die diese noch nicht mal denken würden). Eines Tages ist nur ein Freund von euren Bruder zu besuch. Sein Freund und er langweilen sich. Ihr seid neben an und spielt alleine für euch. Plötzlich kommt euren Bruder die geniale Idee Flaschendrehen zu spielen, doch mit wem? Schnell sind sie bei eure Tür und fragen euch ob du nicht mit ihnen etwas machen willst. Ihr freut euch das er etwas mit euch machen möchtet und stimmt natürlich sofort zu. In seinen Zimmer wird euch erklärt das Flaschendrehen gespielt wird. Ihr konntet das Spiel noch nie leiden und sagt das ihr es euch doch anders überlegt. Doch natürlich überredet euch eurer Bruder dazu das ihr doch mit macht. Kurz wird nur gesagt das man nicht sagen darf das zwei Personen Sex haben dürfen. Ihr wundert euch warum so etwas überhaupt zur Sprache kommt, aber nun ja euer Bruder wird schon nichts tun was euch schaden wird. Eurer Bruder sagt auch das er keine Lust hier zu spielen hat und sein Freund stimmt zu, was ihr denkt ist egal. Also geht ihr zu dem alten Spielplatz um die Ecke. Das war nichts Ungewöhnliches, dort seit ihr fast jedes zweites Wochenende. Dort angekommen sucht ihr euch einen Platz wo ihr die Flasche drehen könnt. Als dieser Gefunden wird fangt ihr an zu spielen.

Nun weiter ins Detail werde ich nicht gehen aber grob gesagt folgten dann nur perverse Handlungen die von euren Bruder und seinen Freund ausgingen und euer Bruder hat euch gezwungen mit zu machen.

Nur wenige Monate später, versuchte er euch mehrmals zu überreden das er euch entjungfern dürfte. In dieser Nacht flüchtet ihr aus euren Zimmer und versteckt euch mit einer Decke vor ihn, als er euch immer mehr bedrängte.


Acht bis Neun Jahre später.
Das geschehen verfolgt euch ab und zu noch, doch größtenteils habt ihr es verdrängt. Ihr gebt euch selbst die Schuld da ihr nein hättet sagen könnten. Natürlich euer Bruder hat seine Macht über euch Missbraucht und das natürliche Vertrauen, doch hattet ihr doch einen Verstand! Als er euch später bedrängte hab ihr auch flüchten können!
Doch irgendwann erwähnt ihr nur das geschehen und eure Therapeutin drängt euch alles zu erzählen.
Am ende erklärt sie euch das ihr nicht schuld seid, das eurer Bruder euch sexuell missbraucht hat. Ihr sagt das was ihr denkt, das ihr hättet nein sagen können, das ihr schuld seid! Doch diese erklärt euch klipp und klar das ihr nicht schuld seid. Etwas verwirrt und geschockt darüber, verlasst ihr am Ende die Praxis.
In diesen Acht bis Neun Jahren habt ihr schon eine extreme Abneigung bzw. einen Hass auf euren Bruder bekommen. Doch das er so etwas getan haben soll, das bekommt ihr nicht in euren Kopf. All die Verdrängten Erinnerungen kamen wieder in euch auf und Alpträume folgten. Euren Bruder könnt ihr nicht hassen, außerdem wisst ihr das er diese Ereignisse vergessen hatte. Für ihn waren das unwichtige Details in seinen Leben.

Ihr straft ihn mit Verachtung für alles was er in seinen Leben „erreicht“ hat. Ihr würdet immer noch einiges für ihn Opfern. Doch nicht mehr so extrem wie als Kind. Ihr könnt ihn noch in die Augen sehen und ihn lieben, doch nicht mehr so wie früher.

Könntet ihr ihm noch ins Gesicht sehen? Hättet ihr euch die Schuld dafür gegeben?


Ich muss sagen ich könnte ihn nicht mehr in die Augen sehen. Das er mein Vertrauen in diesen doch jungen Jahren so missbraucht hätte... Das er in diesen Alter überhaupt auf die Idee gekommen ist, das seiner kleinen Schwester – Bruder auch nur anzutun. Ist einfach etwas, was ich nicht tolerieren kann...

2 Kommentare:

  1. ich weiß nicht wer diese menschen sind und brauche es auch nicht genau wissen um erschüttert zu sein. all die menschen von denen du schreibst verdienen von mir ehrlichen respekt, mitleid und bewunderung - dafür dass sie all das durchstehen können : )

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  2. ich kann dir nur recht geben.
    ich bewundere jeden einzelnen von ihnen. Ich bin glücklich sie zu kennen und das sie mir dies erzählt haben, wobei ich natürlich viel über ihr leben nachdenke. was hinter einen lächelnden menschen für ein leben stehen kann. es ist und bleibt für mich fazinierend. nun ja ich werde jetzt auch nur noch von einen freund bzw. einer freundin schreiben und es dann erst einmal darauf beruhen lassen. ^^

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